Ist das wirklich alles?

  • eine schöne Kindheit
    oder auch: lieber nicht dran denken
  • guter Schulabschluss
    oder auch: gerade noch geschafft
  • eine attraktive Freundin / Freund
    oder auch: nur davon träumen
  • erfolgreich im Beruf
    oder auch: wann ist Feierabend ?
  • eine nette Familie
    oder auch: wie lange halte ich das noch aus ?
  • viel Zeit als Rentner
    oder auch: was fange ich mit meiner Zeit an ?

und dann ?

Es gibt mehr !!

Denk an folgendes :

Weisen unsere tiefsten Absichten und Sehnsüchte nicht auf ein letztendliches Ziel hin, welches alles zur Erfüllung bringen kann?

Wir erleben unser Leben als ein ständiges Suchen. Jedes irdische Ziel aber kann uns bestenfalls vorübergehende Erfüllung schenken. Dieser Umstand erklärt sich am besten, wenn wir ein letztendliches Ziel annehmen. Erreicht der Mensch dieses nicht, können ihm auch die „provisorischen“, d.h. irdischen Ziele keine Erfüllung geben.

Deshalb nehmen wir auch an, dass dieses letztendliche Ziel außerhalb dieser Welt liegt.

Die Sehnsucht des Menschen nach Liebe kann in vollkommener Weise nur Gott erfüllen

Liebe ist der tiefste Ausdruck des Wesens unserer Persönlichkeit.

Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen. Er kann alle Möglichkeiten seiner Natur nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere nutzen. Dafür ist die Beziehung „ich und du“ unabdingbar. Vor allem unser Sehnen nach dem anderen und die Hingabe an den anderen formt in uns den Sinn für Verantwortung und richtiger Einschätzung des anderen und uns selbst. Indem wir in Beziehung mit dem anderen treten, erlangen wir Selbstreflexion, Selbstbeurteilung, Selbstbewusstsein. Gemäß der Sozialphilosophie (z. B. Martin Bubers) ist Beziehung, d. h. Offenheit und Liebe zu anderen Menschen, ein Grundbedürfnis des Menschen.

Da wir Gemeinschaft mit anderen brauchen, sind Selbstgenügsamkeit und Zurückgezogenheit die größten Hindernisse in der Persönlichkeitsentwicklung. Selbstsucht dient mir nur scheinbar, denn wenn ich des anderen Bedürfnisse nicht beachte, wenn ich nicht lerne, zugunsten des anderen zu verzichten, wenn ich grundsätzlich misstrauisch bin, dann isoliere ich mich selbst und finde nicht, was ich doch in gewisser Weise suche: Erfüllung meiner selbst. Wer also für sich selbst lebt oder Macht über andere gewinnen will, kann nicht frei sein, denn nur dem anderen zu dienen kann befreien. Nur durch Hingabe finden wir Zufriedenheit in unserem Leben.

Doch sieht der Mensch immer seine Grenzen, dass er vollkommene Liebe weder empfangen noch geben kann. Wir erfahren ständig, dass unsere Fähigkeit, den anderen mit all seinen Nöten und Eigenheiten zu lieben, sehr begrenzt ist. Oft übersteigt die dafür nötige Kraft unser Vermögen. Dies ist auch wichtig zu erkennen, damit wir den anderen nie als ein Werkzeug zur Erfüllung unserer eigenen Wünsche betrachten. Auch endet die Liebe, die wir von einem anderen Menschen empfangen, spätestens mit dessen Tod. Deshalb kann unser natürliches Bedürfnis, vollkommene und ewige Liebe zu empfangen, nur von einem ewigen, vollkommenen Wesen erfüllt werden, das selbst Quelle unerschöpflicher Liebe ist. Je näher jemand dieser Quelle ist, um so fähiger wird er zu lieben, wie er von ihr empfängt. Ja wenn er einmal davon erfüllt sein wird, wird er auch andere vollkommen lieben können.