Freier Wille

Freiheit des Willens bedeutet Denken und Handeln aufgrund eigenen Ermessens gemäß der Eigenverantwortlichkeit ohne äußeren Zwang.

Wir können sagen, dass die Freiheit der Gedanken und Entscheidungen durch kein moralisches, biologisches, chemisches oder physikalisches Gesetz bestimmt wird und somit durch keine Formel beschrieben werden kann. Im Gegensatz zur sonstigen Materie, deren „Handeln“ ja immer gemäß der ihr gegebenen Bestimmungen geschieht, ist der Mensch fähig, aus einer Fülle von Möglichkeiten heraus seine eigenen, bewussten Entscheidungen zu fällen. Er kann seine Fähigkeiten entwickeln und sogar gezielt gegen seine Instinkte, Eigenheiten und Veranlagungen handeln. Darüber hinaus vermag er sich die materielle Welt sowohl in guter wie auch in schlechter Weise dienstbar zu machen. Selbst Eingriffe in die Gesetze der Natur sind ihm nicht unmöglich, freilich oft mit verheerenden Folgen.

All dies zeigt in überdeutlicher Weise, dass die Eigenschaften menschlicher Intelligenz und menschlichen Willens in völligem Gegensatz zur Charakteristik der Materie stehen. Dies wiederum macht es offensichtlich, dass der Grund für die Entstehung der Willensfreiheit nicht der Materie innewohnen kann, die doch völlig unfähig ist, vernünftig und zweckorientiert aus sich selbst heraus zu handeln.

 

Der Urheber der Intelligenz und des Willens muss diese Eigenschaften selbst besitzen und auch fähig sein, sie weiterzugeben. Das schließt notwendigerweise seine Personenhaftigkeit ein, da diese Eigenschaften nur mir Personen verbunden werden können.